Projekte

Die evangelische Kirchengemeinde Heidesheim unterstützt den jungen Studenten Peter Wandai. 
An dieser Stelle möchten wir Ihnen das Projekt, welches uns ganz besonders am Herzen liegt, kurz vorstellen:
 Peter Wandai mit unserer Pfarrerin 2012_09_12_Hagemann_Afrika_mit_E_Müller
2010 machte uns Pfarrerin Angela Veii, die lange in Windhuk lebte, auf Peter Wandai aufmerksam. Er befand sich damals in einer desolaten gesundheitlichen Situation und lebte in einer heruntergekommenen Behausung. 2008 musste er aufgrund schwieriger politischer und wirtschaftlicher Lage sein Heimatland Simbabwe verlassen. Dort hatte er keinerlei Chance auf eine berufliche Zukunft. Sein Ziel: Ein Abschluss in der Informationstechnologie.
Kein leichter und kein Weg der allein zu schaffen ist – zumal ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt werden: Krankheit, Verlust der Wohnung, Verlust der Arbeit, gesellschaftliche Benachteiligungen. Ein hartes Leben für einen Flüchtling in Namibia. Doch Peter ergibt sich seinem Schicksal nicht tatenlos. Immer wieder stellt er sich neuen Herausforderungen mit Gottvertrauen, Optimismus und einem unbeirrbaren Humor.
Nachdem er die Voraussetzungen für ein Hochschulstudium geschafft hat, konnte er sich Angang Februar 2013 als Student der Informationstechnologie am Polytechnikum in Windhuk einschreiben. Darauf haben wir zwei Jahre lang hingearbeitet! Sein nächstes Ziel: Der „Bachelor of IT“.
Bis dahin hat er noch einen harten Weg vor sich. Das gesamte Studium dauert vier bis sechs Jahre. Die Kosten dafür betragen 600 Euro pro Monat. 400 Euro sind abgedeckt. Weitere 200 Euro sollen durch Spenden, Kollekten und Aktionen eingebracht werden.
Bei einem Besuch in ihrer alten Heimat im September 2012 konnte Pfarrerin Hagemann Peter auch einmal persönlich treffen!
Durch den persönlichen Kontakt hat sich unser positiver Eindruck von ihm nur bestätigt und wir wünschen uns, dass wir ihn bis zum Ende seines Studiums begleiten können! Wir verstehen unser Projekt als gute Chance für Peter Wandai und als eine große Chance für uns hier in Heidesheim ganz konkret mitzuspielen im weltweiten „Fair Play“ mit Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt. Wenn viele sich für diese Sache begeistern, werden wir es schaffen – und Peter Wandai auch!
Ein Brief von Peter – August 2016
Sein Dankesbrief an unsere Gemeinde – in Auszügen übersetzt:
Liebe Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Heidesheim,ich habe mein erstes Semester erfolgreich beenden und das zweite sehr gut beginnen können.Ich möchte ihnen warme und freudige Grüße im Namen Jesu Christi senden. Ich hoffe meine Nachricht und meine Gebete erreichen sie in bester Gesundheit.Inmitten meiner Freude endlich an der Universität studieren zu können und den Geschehnissen um mich herum, realisiere ich noch mehr als zuvor, wie gesegnet ich bin, dass solch liebenswürdige Menschen wie sie es mir ermöglichen am Unterricht teilzunehmen. Durch die ausufernden Kosten und die Umstrukturierungen in der Universitätsausbildung in Namibia sind viele meiner Kommilitonen/innen gezwungen ihr Studium bis auf weiteres zu unterbrechen.

Vor allem anderen möchte ich meine tiefe Dankbarkeit dafür ausdrücken, dass sie die enorme finanzielle Last von meinen Schultern nehmen und auf ihren Mittragen, sodass es mir möglich ist, mich auf das Studium zu konzentrieren, dass ich mir solange erträumt habe. Es gibt keine passenden Worte, die meine Gefühle in dieser Hinsicht auch nur annähernd übermitteln könnten.

Ich habe lange Zeit gebraucht ihnen diesen Brief zu schreiben. In der ersten Hälfte dieses Jahres ist meine gute Freundin und Mentorin, Pfarrerin Angela Veii zurück nach Deutschland gegangen. Obwohl sie nun nicht mehr hier vor Ort sein kann, ist es ein Segen, dass sie mir auch aus der Ferne weiterhin Mut macht.

In dem Wissen, dass es so viele liebe Menschen gibt, die sich trotz aller Schwierigkeiten nicht von mir abwenden, bin ich ermutigt noch härter für meine Ziele zu arbeiten und jede Möglichkeit zu nutzen meine Fachkenntnisse zu erweitern. Auch wenn ich erst spät mit dem Studium beginnen konnte, glaube ich fest daran, dass durch harte Arbeit, Geduld und göttliche Führung jede Hürde überwunden werden kann.

Durch den unerfreulichen Ausgang der Wahlen in Simbabwe und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftslage, ist meine Verantwortung meiner Familie gegenüber noch gestiegen. Durch meine Nebenverdienste ist es mir möglich für das Schulgeld meiner jüngeren Schwestern Patience und Valerie aufzukommen. Ich bin momentan begrenzt in meinen Möglichkeiten, doch hoffe ich, dass das wenige, was ich für sie tun kann, ihnen eine solide Basis für ihre Zukunft ermöglicht. Und so kann ich ein wenig von dem Guten, dass sie mir angedeihen lassen weitergeben.

Ich vergesse nie, dass ich das Ergebnis von Gottes Freundlichkeit bin und dass die Chance, die sie mir geben einmalig ist! Ich hoffe ihnen bald wieder schreiben zu können.

Gott behüte sie und ihre Familien!

Schalom,

Peter Wandai

 

Peter muss so viele Hürden nehmen und auf vieles verzichten; am Meisten fehlt ihm seine Familie in Simbabwe. Umso beeindruckender ist es, dass er seine unbändige Lebensfreunde und positive Einstellung trotz allem nicht verliert.
Bislang konnten wir Peter jeden Monat den o.g. Betrag überweisen, den er zum Studieren und Überleben braucht – die Mittel werden jedoch knapp. Wenn also auch Sie Peter Wandai unterstützen möchten, finden sie nachfolgend die Details zum Spendenkonto – jeder Euro zählt!
 Spendenkonto:Evangelische Kirchengemeinde Heidesheim
Volksbank Alzey WormsIBAN DE89 5509 1200 0087238008BIC GENODE61AZYStichwort „Peter Wandai“
Aktuelles:
Seit der Fußball WM in Südafrika im Jahr 2010, unterstützt unsere Kirchengemeinde im Sinne eines „Fair Play für eine faire Welt“ einen jungen Mann namens Peter Wandai in Windhuk / Namibia bei der Finanzierung seiner Ausbildung. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Situation hat er sein Heimatland Simbabwe verlassen und ist nach Namibia gegangen, um überhaupt die Chance auf eine Zukunft zu haben. Nach den notwendigen vorbereitenden Kursen hat er sich an der Universität einschreiben können und studiert Informationstechnologie. Kein leichter Weg und kein Weg, der allein zu schaffen ist. Zudem werden ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt; aber Peter wäre nicht Peter, wenn er sich tatenlos seinem Schicksal ergeben würde. Immer wieder stellt er sich neuen Herausforderungen. Ende August diesen Jahres sind bewaffnete Einbrecher in das Haus eingedrungen, indem er sein Zimmer hat, und haben verschiedene technische Dinge gestohlen, die er für sein Studium dringend braucht. Trotz Anzeige gab es keinerlei Kompensation. In unserem Gemeindebrief „bote“ berichten wir regelmäßig über seinen Werdegang. Peter ist auf unsere finanzielle Unterstützung angewiesen. Darum machen wir uns für ihn stark – im Gebet und ganz konkret mit Kollekten nach den Gottesdiensten.