Weihnachtsspiel

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Fragen an die Regisseurin des Heidesheimer Weihnachtsspiels,
die Theaterpädagogin Bobby Dietrich

Christian Brost

Das Ergebnis der Arbeit von Bobby Dietrich kommt auch in diesem Jahr im Gottesdienst am 24. Dezember um 16.30 Uhr im Martin-Niemöller-Haus zur Aufführung. Dieses Jahr heißt das Stück „Gasthaus zum Stall“ und zeigt, wie in der wundersamen Nacht zur Geburt Jesu unterschiedliche Menschen Aufnahme im Stall finden.

Frau Dietrich, wie kam es dazu, dass sie das Weihnachtsspiel in Heidesheim einstudieren?

Das erste Mal wurde ich vor 15 Jahren von Pfarrer Oldenbruch engagiert. 2006 dann – nach einer Pause – von Frau Hagemann. Das Stück („Eine Hütte für das Kind“) hat mir sehr gefallen. Und weil mich das umwerfende Engagement aller Beteiligten so tief beeindruckt, arbeite ich seitdem jedes Jahr mit den Heidesheimern.

Wie erarbeiten sie ein Stück?

Immer zusammen mit allen Spielerinnen und Spielern. Mir ist es wichtig, dass alle – Ältere wie Kinder – das Stück erfassen und verstehen, was sie sagen. Dazu erzählen wir uns die Geschichte mehrmals und probieren dann einiges aus. Erst dann frage ich, wer sich welche Rolle vorstellen kann. Die Szenen selbst erarbeiten wir uns dann über Standbilder, entwickeln aus ihnen Spielsequenzen und sammeln die schönsten Momente. Erst zum Schluss legen wir den Text darüber. Dabei soll das Auftreten authentisch und glaubhaft sein.

Wie unterscheidet sich die Arbeit an einem Krippenspiel von der „regulären“ theaterpädagogischen Arbeit?

Im Erhalten der Botschaft. Und in der Verknüpfung mit Themen der heutigen Gesellschaft. Das soll erfahrbar sein, für die Spielerinnen und Spieler und für das gottesdienstliche Publikum. Grundsätzlich ist immer wichtig, dass die Spieler hinter dem stehen, was sie sagen.

Warum haben Sie sich entschieden, sich auf die Arbeit einzulassen?

Weil ich es faszinierend finde, wenn wir die Geschichte immer wieder neu entdecken. Auch wenn wir meinen, die Geschichte eigentlich zu kennen. Es ist besonders anrührend, wenn immer wieder neue Spieler die Figuren übernehmen und so jedes Mal eine andere Facette der Figur zum Vorschein kommt. Ältere Spielerinnen zum Beispiel spielen ihre Maria ganz anders als junge.